StartseiteArchiv2008Biogasanlage

25.9.08: In der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung

bestätigte Dr. Ulrich Schückhaus, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mönchengladbach, den erstaunten Ausschuss-Mitgliedern die Überlegungen der Niederrheinische Versorgung und Verkehr (NVV) zum Bau einer Biogasanlage im Regiopark.

Gerolf Hommel nahm als FWG-Vertreter an der Sitzung teil. Er sieht die Notwendigkeit für eine Energiewende und begüßt grundsätzlich alternative Energieanlagen im Gemeindegebiet. Wenig begeistert ist er allerdings vom Standort. Auf Hochneukirch käme eine weitere Belastung: Nach Kompostieranlage, Windräder und dem Tagebau nun eine Biogasanlage. Er rechne mit einer möglichen Geruchsbelästigung sowie steigendem Verkehrsaufkommen. Ähnliche Bedenken äußerte Herr Ehms (CDU) - ein Einvernehmen zwischen FWG und CDU, das ansonsten recht selten im Rat und den Ausschüssen ist...

Wird die Anlage etwa so aussehen? - Im Bild Behälter für den Gärungsprozess. Die Anlage soll mit Gülle und Energiepflanzen befüllt werden. Sie speist lediglich gereinigtes Biogas in eine Gasleitung.


16.12.08: Die geplante Biogasanlage ist

eine Frechheit gegenüber unserer Gemeinde und insbesondere gegenüber Hochneukirch. Dabei geht die im Rahmen der Sondersitzung des Hauptausschusses vom 12.12.08 geführte Diskussion uns nicht weit genug, hieß es in einer Pressemitteilung der FWG.

Schon seit 2003 prangert die FWG wiederholt die Situation in Hochneukirch an. Mittlerweile haben andere Parteien unsere Argumente übernommen. Ein Grund: die Wahl 2009.

Die Wählergemeinschaft vermutet, dass auf Mönchengladbacher Seite der Standort im Regiopark gewählt wurde, um Ärger aus der eigenen Bevölkerung zu ersparen, getreu dem Motto "Lieber unseren Nachbarn vergraulen als unsere Bürger."

Weitere Gründe der Ablehnung

Das Anlagenkonzept geht uns nicht weit genug. Wir fordern eine Lösung auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Verkehrsbelastung im Hochneukircher Raum mit negativen Folgen für die Bevölkerung nimmt zu.

Ein mögliche Gefährdung der Bevölkerung kann von solchen Anlagen ausgehen. Bundesweit gab es in den letzten Jahren verschiedene Unfälle mit derartigen Anlagen, auch mit Personenschäden oder Grundwasserverschmutzung.

Der Getreideanbau der Region dürfte durch den Maisanbau ersetzt werden. Als Folge ist eine leichte Getreideverknappung denkbar. Eine Verknappung bedeutet gleichzeitig eine Verteuerung.

Die Verwendung von Lebensmittel in Gasanlagen wird abgelehnt. Interessanter aus FWG-Sicht ist die Vergärung von Bioabfall der Haushalte



Bedenkliche Randnotiz

Ausschussmitglied und Landwirt Karl-Georg Klauth (CDU) spricht sich regelmäßig gegen eine Biogasanlage aus. Nach den der FWG vorliegenden Informationen, ist er offenbar Anteilseigner an einer anderen Biogasanlage. Damit wäre eine weitere Anlage bei Hochneukirch als Konkurrenz zu betrachten und aus wirtschaftlicher Sicht nicht in seinem Interesse. Trifft dies zu, so gilt Herr Klauth aus FWG-Sicht als befangen.


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