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19.6.08: Die FWG setzte sich im Rat

mit der FDP zusammen für den Erhalt des Gewerbegebietes an der Peter-Busch-Straße. Für die Aufgabe des Gebietes plädierte die CDU.

Die Verwaltung sieht u.a. die Ursachen für diese Entwicklung darin, dass sich Firmen eher zentral in den Hauporten ansiedeln.

Die FWG wirft der Verwaltung vor, das Gebiet nicht genügend vermarktet zu haben. "Es ist schwer verständlich, wenn man an 40 Jahren kein Interessent für das Gebiet findet. Da fehlte offensichtlich der Wille", so FWG-Vorstandsmitglied Hans Mieves.

Der Gemeinde gehören 14.000 qm der knapp 50.000 qm großen, derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die FWG schätzt, dass mit dieser Entscheidung gut 500.000 € der Gemeinde vernichtet wurde. Gerolf Hommel ist der Auffassung, das das Gewerbegebiet an der Neusser Straße zusätzlich zu dem in Hochneukirch als solches hätte ausgeschrieben werden sollen. Die FWG bezweifelt die Notwendigkeit des Gebietstauschs und plädierte für die Erhaltung des Gebietes an der Peter-Busch-Straße. Hommel: "Damit haben wir in Hochneukirch kein Flächen, die wir gewerbemäßig nutzen können."

Hintergründe

Die Verwaltung argumentiert in zwei Richtungen, um das Gewerbegebiet Hochneukirch
aufzugeben:

Anbindung Peter-Busch an Grubenrandstraße wird entfallen

als Tauschgebiet für Bereich an der Neusser Straße (Nähe Polo)



Für die FWG ist der Wegfall der Anbindung der Peter-Busch-Straße an die Grubenrandstraße nicht nachvollziehbar, da keine derartigen Beschlüsse bekannt sind. Damit wäre der Bereich von vorne und hinten leicht erschließbar und schon fast optimal.

Das zweite Verwaltungsargument bezüglich des Tauschs Gewerbegebiet Hochneukirch und Neusser Straße ist zwar nachvollziehbar, aber aus zwei Gründen nicht einsehbar:

ein Drittel unseres Gemeindegebietes wird abgebaggert

es gibt massive Einschränkungen für die Gemeinde, sich wirtschaftlich zu entwickeln



Die FWG ist aus o.g. Gründen nicht bereit, das Gewerbegebiet Hochneukirch aufzugeben und 500.000 € zu verbrennen.

Deswegen ist das Gewerbegebiet Hochneukirch zusätzlich zu dem an der Neusser Staße auszuweisen. Jüchen sollte aus FWG-Sicht genug Selbstbewusstsein haben und das auch gegenüber diejenigen vertreten, die von ihren Schreibtischen in Düsseldorf aus entscheiden. Es gilt nicht, immer vom Sonderopfer zu reden, sondern Sonderbedingungen einzufordern!

Im Übrigen bietet sich der Bereich um Polo gerade für großflächiges Gewerbe an, in Hochneukirch für Kleingewerbe. Dafür hat Jüchen sonst keine Flächen.

Es ist nicht hilfreich, immer von Synergieeffekten im Bereich Neusser Straße zu reden. Vielmehr sollten diese auch entsprechend belegt werden.

Im Bedarfsfall ist von der Bezirksregierung eine Einzelfallgenehmigung für eine Ansiedlung zu verlangen.


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