4.10.10: FWG-Fraktion lehnt die

Öffnung der Schwalbenstraße in Richtung Auenfeld für den Kraftfahrzeugverkehr ab. Sie teilt damit das Unverständnis der Anwohnern der Schwalbenstraße über die geplante Verkehrsanbindung. Zwischenzeitlich war schon im Auenfeld mit den Arbeiten begonnen wurde.

Die beiden Ratsmitglieder Stefan Thomaßen und Gerolf Hommel hatten sich kurz vor der Fraktionssitzung am 4.10.10 vor Ort angesehen und fühlten sich in ihrer Meinung bestätigt. Am gleichen Tag hatte die FWG betroffene Anlieger zur Fraktionssitzung eingeladen und mit ihnen die Situation diskutiert.

Berthold Kurzawiak: "Aus FWG-Sicht ist es bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass zumindest die unmittelbar betroffenen Bürger nicht frühzeitig über den Umbau informiert wurden. Das ist nicht das erste Mal! Das kreiden wir der Verwaltung an. Dies muss unbedingt in solchen oder ähnlichen Fällen aus Gründen der Bürgerfreundlichkeit geschehen!"

Es kann nicht sein, stattdessen darauf hinzuweisen, dass man hätte Einspruch gegen dies oder das hätte einlegen können. Nicht jeder Bürger kann sich mit solchen Sachverhalten auskennen. Meistens erfahren Betroffene erst die Fakten, wenn sie nicht mehr zu beeinflussen sind.

Zwischenzeitlich hat Bürgermeister Zillikens einen Baustopp veranlasst.


5.10.10: Mit einem Schreiben

wandte sich der Fraktionsvorsitzende Gerolf Hommel an Bürgermeister Zillikens und machte sich für das Anliegen der Bewohner der Schwalbenstraße stark.

Der Bebauungsplan (BPlan) 018 führe aus Sicht von Hommel zwar aus, dass von der Amselstraße drei Stichstraßen abzweigen und zwei Stichstraßen eine denkbare Erweiterung des Wohngebietes nach Nordost ermöglichen. Bezüglich des „Wohngebiet“ möge dieses aus FWG-Sicht zutreffen. Allerdings begrenze sich der BPlan 018 dort, wo der BPlan 048 (Auenfeld) beginnt.

"Der Formulierung „denkbare Erweiterung“ stimmt die FWG zu. Für eine „tatsächliche Erweiterung“ fehlen heute die notwendigen Vorraussetzungen. Denn die Schwalbenstraße wurde so hergerichtet, als ob eine Verlängerung nicht geplant sei. Dafür spricht u. a. die Errichtung der vorhanden Garagen, deren Tore beim Öffnen in den fließenden Verkehr hineinragen würden. Das Ausfahren aus den dortigen Garagen 9 wäre grundsätzlich nur mit einer helfenden Person als Einweiser möglich.

Die Schwalberstraße wurde als Spielstraße in ruhiger Lage erbaut. Dies macht auch Sinn, da sich viele junge Familien mit Kindern angesiedelt haben. Das war von der Politik und Verwaltung so gewollt. Damit stellt sich die Frage, warum man hier fließenden Verkehr schaffen will, zumal es verkehrstechnisch und zeitmäßig keinen Sinn macht, vom Auenfeld aus in Richtung Amselstraße fahren zu können.

Am Zaunkönigweg wurde eine Treppe gebaut, die einen Zugang vom Auenfeld in Richtung Amselstraße bzw. zur Grundschule ermöglicht. Das ist aus FWG-Sicht völlig ausreichend. Allerdings gilt anzumerken, dass Radfahrer oder behinderte Mitbürger diese Stelle leider nicht nutzen können. Hier ist eine Nachbearbeitung durchaus vorstellbar.

Andererseits kann bezweifelt werden, dass künftige Anwohner des Auenfeldes einen Durchgangsverkehr über die Schwalbenstraße für sinnvoll halten. Die Ausfahrt aus dem Auenfeld über den Kreisverkehr Neusser Straße hält die FWG für vollkommen ausreichend.

Zweifelhaft erscheint uns die technische Umsetzung der Verbindung Schwalbenstraße / Auenfeld. Das Auenfeld liegt ca. zwei bis drei Meter unterhalb der Schwalbenstraße. Vom Auenfeld aus müsste also großflächig angefüllt werden. Damit baut man eine stark abschüssige Straße und mit einer neuen Gefahrenstelle.

Wir gehen davon aus, dass die Schwalbenstraße im Ernstfall verkehrsgerecht gestaltet werden muss. Dies wäre mit Kosten für die Gemeinde und die Anlieger verbunden. Beides halten wir für nicht zumutbar.

Außerdem kann unsere Fraktion nicht nachvollziehen, warum durch die geplante Maßnahme teures Bauland verschenkt werden soll.

Der FWG ist nicht bekannt, dass in einem Ausschuss oder Rat über die Maßnahme gesprochen wurde; eine Maßnahme, der wir auch nicht zugestimmt hätten."


26.10.10: Unbürokratisch und schnell fanden

Rat und Verwaltung eine Lösung. Im Bau- und Verkehrsausschuss einigte man sich auf die dritte von drei vorgestellten Varianten. Auch die Anwohner konnten sich mit der Lösung anfreunden. Die Anbindung der Schwalbenstraße für die Feuerwehr, die Rettungsdienste und Müllabfuhr wird weiterhin über die Amselstraße erfolgen. Zum Auenfeld wird nunmehr eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer realisiert.


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