zur Einführung von Gebundenen Ganztagsschulen am Schulzentrum sollte beendet werden, wenn es nach dem Willen der FWG-Fraktion geht. Doch der FWG-Antrag wurde von allen Fraktionen in der Ratssitzung vom 5.11.10 abgelehnt.
Interessant, dass die Politik so gut wie eindeutig für den Ganztag plädiert, während bei den Betroffenen, Lehrer, Eltern und Schüler, die Bedenken überwiegen. Jüchener Politik - Politik gegen die Bürgerinnen und Bürger. Das darf nicht sein, meinen wir!
Die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen reagierten mit politischem "BlaBla" und Unverständnis. Zu den einzelnen Inhalten des FWG-Beitrages bezog kein Ratsmitglied Stellung. Der Beitrag wurde als dumm und unsinnig, inhaltslos und überflüssig tituliert. Während der Antragsbegründung wurde per Antrag eines CDU-Mitgliedes schon frühzeitig versucht, der FWG das Wort zu entziehen.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Norbert Esser, verlangte auf eine gewohnt oberlehrerhaften Art, künftig keine Beiträge mehr abzulesen. Er möchte, das der Vortragende sich künftig in die Mitte des Ratssaales stellt und frei vorträgt.
Primitiv die Anschuldigung vom Vorsitzenden der Hotel-, Pharma-, Krankenversicherungs- und Energiekonzern-Partei, Herrn Altenberg, die FWG hätte sich wenig mit dem Ganztag auseinander gesetzt. Gerade das Gegenteil ist der Fall! Denn die FWG diskutiert seit etlichen Monaten mit Betroffenen über das Für und Wider bezüglich des Ganztags. Gerade aus dem Grunde kam sie zum Schluß, dass der angedachte Weg in Richtung Ganztag der falsche ist.
Interessant, dass die Politik so gut wie eindeutig für den Ganztag plädiert, während bei den Betroffenen, Lehrer, Eltern und Schüler, die Bedenken überwiegen. Jüchener Politik - Politik gegen die Bürgerinnen und Bürger.
Es gibt etliche Gründe, die die FWG zu dem Antrag veranlasst hatten. Der Auslöser war letztlich die Informations-Veranstaltung am 5.10.10 in der Realschule.
Mit Bedauern haben wir festgestellt, dass die dortige Diskussion nur noch ein Ziel zu haben scheint: Die Politik beweist zwei Schulen, wer der Stärkere ist!
Rätselhaft beispielsweise ist für uns, dass die CDU-Fraktionsspitze, wie auf der Ratssitzung vom 5.11.10 bekannt gegeben, auf einmal das Gespräch mit den Schulleitungen suchte. Soll der Druck auf die Schulen, speziell die Schulleitungen erhöht werden, um den Ganztag einzuführen? Denn bisher hat die Schulleitung dem Ganztag ja ablehnend gegenübergestanden ...
Die FWG wird andere Wege suchen, um die Ganztagsdiskussion fair zu führen. Derzeit ist die Diskussion einseitig und unredlich.
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Die Einführung des "Ganztags" an unserer weiterführenden Schulen stuft FWG als bedenklich ein.
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Die politische Diskussion sowie jede weitere Aktivität der Verwaltung zur Einführung von Gebundenen Ganztagsschulen am Schulzentrum wird beendet.
Es gibt viele Gründe, die uns zu diesem Antrag veranlasst haben. Auslöser war letztlich die Info-Veranstaltung am 5.10. in der Realschule.
Zunächst ein Rückblick:
Bereits in der Haushalts-Rede am 25.2.1ß erklärten die Grünen, dass sie sich durch den Ansatz im HH-Sicherungskonzept schon heute am Ganztag binden. Zitat: „Wir freuen uns, für die Folgejahre eine Einnahmeverbesserung zu finden.“
Die CDU erklärte, dass der Bürgermeister die Möglichkeit sieht, 450.000 € Euro als Zuweisung des Landes zu generieren, wenn der Ganztag eingeführt wird.
CDU, Grüne und Bürgermeister hatten sich also für die Landeszuschüsse entschieden und das bevor irgendeine Info-Veranstaltung stattgefunden hatte.
Die Aussage der CDU im Rat am 8.7.10 bestätigte das, als es hieß, dass es den Steuerzahler der Gemeinde interessieren wird, dass man 450.000 € Landeszuschüsse erhalten könne.
Auch die FDP hat vorzeitig am 10.7.10 erklärt, dass man sich für den Ganztag entschieden habe – noch bevor die geplante Veranstaltung mit den Eltern in der Realschule stattfand.
Die Veranstaltung in der Realschule war aus unserer Sicht eine Katastrophe – nicht nur, weil Ratsvertreter anwesende Eltern nicht aussprechen ließen.
Den schlechtesten und längsten Beitrag lieferte Frau Kamski. Aber sie hat zumindest die Jüchener Situation richtig analysiert - ich zitiere: „Ich habe noch nie erlebt, dass die Politik den Eltern die GTS aufzwingen muss, darin ist Jüchen einmalig.“
Und genau das war auch Ziel des Ratsbeschlusses vom 8.7.10, als man die Schulen aufforderte, ein Konzept vorzulegen und schulrechtliche Entscheidungen zu treffen.
Schon die Aktionen im Vorfeld standen unter einem ungünstigen Stern.
Dabei meine ich noch nicht einmal die schlecht vorbereitete Elternbefragung. Viel schlimmer war, dass es im Mai und im Juni Veranstaltungen gab, an denen keine Eltern teilnehmen durften. Nur der FWG war zu verdanken, dass zumindest im Juni Vertreter der Gemeindeschulpflegschaft teilnehmen konnten.
Das Informationsbedürfnis der Eltern war aber mit Sicherheit nicht geringer als bei den Rats- und Ausschussmitgliedern. Wenn man die Eltern aber ausschließt, entsteht der Verdacht, dass etwas verheimlicht werden soll. Unser Hinweis, dass die Eltern einen Anspruch auf alle Information haben, wurde leider abgetan.
Im Juni war ein Vertreter der Stoppenberger-Schule aus Essen hier – eine Schule, die für den Ganztag gebaut wurde und in deren Umfeld alle Schultypen zur Auswahl stehen – Ganztag oder kein Ganztag.
Ich wiederhole, was ich schon einmal gesagt habe: Ein Essener Kollege, der die Stoppenberger Schule selber besuchte und dessen Sohn sie jetzt besucht, sagt zu einem der wichtigsten Themen, nämlich keine Hausaufgaben zu Hause machen zu müssen: Wem es reicht, mit der Masse mit zu schwimmen, für den trifft das zu. Wer sich abheben will, muss auch zu Hause arbeiten – 1, 2, o. 3 Std täglich. Z. B. Vokabeln oder Referate können nur zu Hause gemacht werden.
Die zur Info-Veranstaltung eingeladene Frau Völker kam von einem Schulzentrum in Warendorf, wo alle Schultypen an einer Stelle vorhanden sind und trotzdem ausgebaut werden muss.
Da fällt es einfach, mal so eben eine Schule umwandeln und sich die Gelder abzuholen.
Übrigens ist das etwas, was Frau Kamski offensichtlich sehr gefällt. Ich zitiere: Es geht auch um Geld, dann schreiben Schulen ein Konzept innerhalb von 3 Wochen.
Eine viel unverschämtere Äußerung von Kamski im Mai erspare ich mir an dieser Stelle. Wir können ja mal Herrn Acker oder Herrn Broens fragen, wie lange es schon alleine dauert, ein Schulprogramm zu schreiben. Danach weiß man, wie dümmlich Frau Kamskis Aussage war.
Wie wir heute wissen, bräuchten unsere Schulen ein regelrechtes Management, um den Ganztag zu planen, umzusetzen und fortzuschreiben.
Wie wir auch wissen, ist für den Ganztag ein Raumprogramm erforderlich. Auch wenn man beim Start nicht unmittelbar alle Räume braucht, sind letztlich Räume für Hausaufgaben, für Lernschwächere und zur Talentförderung, Betreuungsräume, Ruheräume, Managementräume, Räume zur psychol. Betreuung, Gestaltungsräume, Medienräume und natürlich mehr Räume für Lehrer erforderlich. Und die Anzahl der Räume steigt von Jahr zu Jahr.
Aber das alles gehört zu dem, was man für Jüchen hören wollte, deswegen waren Eltern und Lehrer zu der Info-Veranstaltung gekommen.
Nicht ein Wort, was an unserem Schulzentrum möglich ist, wie die Mensa eingebunden wird, das Schwimmbad, die Vereine, die Musikschule und die Sporthallen.
Nicht ein Wort zu notwendigen baulichen Maßnahmen. Kein Wort zur praktischen Umsetzung.
Die Frage, wie die Gemeinde hier bei uns den Ganztag umsetzt, ist in keinster Weise beantwortet. Und da kann man nicht immer auf die Schulen herumhacken, da ist umfangreiche Vorarbeit zu leisten.
Wie und warum sollen Schulen Ganztag planen, wenn sie nicht mal wissen, was möglich gemacht werden kann oder nicht?
Wie läuft die Aufklärung vor Ort? An den Grundschulen, mit den dortigen Lehrern – dort sind die Multiplikatoren für die betroffenen Eltern.
Dann hackte man auf die Schulkonferenzen von Realschule und Gymnasium herum, die ihre Entscheidungen in nichtöffentlicher Beratung treffen. Das ist im SchulG so vorgeschrieben!
Aber wir haben bei der Info-Veranstaltung gehört, dass sich die Konferenzen nie sperren würden, wenn die Grundschuleltern den Ganztag wollen. Jedoch waren bei einer Umfrage 55 % der Betroffenen gegen Ganztag, nach der Infoveranstaltung werden es noch mehr sein. Beeindruckend auch die interne Abfrage bei der Realschule: 75 % hätten den GT nicht gewollt.
Was würde beim Ganztag mit den Schülern aus Mönchengladbach und Grevenbroich passieren? Wie reagieren deren Eltern bei künftigen Anmeldungen auf einen Ganztag-Betrieb? Werden deren Kinder nicht mehr angemeldet, weil sie am Wohnort ebenfalls Ganztag haben können? Wofür dann noch die Fahrerei nach Jüchen? Dabei reden wir von derzeit 140 Schülern aus Mönchengladbach und Grevenbroich, auf die man vielleicht in Zukunft verzichten muss. (Stand 30.6.10)
Oder anders herum: wie viele Jüchener melden sich dann lieber in Mönchengladbach und Grevenbroich an, weil sie keinen Ganztag wollen? Hat die Verwaltung sich damit befasst? Bis heute haben wir davon nichts gehört.
Wie viele Kinder sind zwingend auf Nachmittagsbetreuung angewiesen? Wurde das geprüft? Nur 23 Kinder nutzen das Programm 13 +derzeit!
Wenn sich Grundschulen an der OGTA beteiligen, heißt das nicht automatisch, dass die Familienverhältnisse das zwingend erfordern und auf das Schulzentrum übertragbar ist.
Was ist mit den Vereinen? Ich zitiere den TV Jüchen (RP 26.4.08): „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass uns die OGATA Mitglieder und Stunden wegzieht.“ Die DJK Neuenhoven (NGZ 29.4.08): „Der Ganztag beschränkt die Vereine, Hallenzeiten werden blockiert.“
Unsere Ganztag-Hauptschule in Hochneukirch – ich zitiere unsere Verwaltung zum Thema, dass sich viele Schüler an der Halbtags-Hauptschule in Grevenbroich anmelden: „Wenn sich alle Jüchener Hauptschüler an unserer Hauptschule anmelden würden, könnte diese immer zweizügig fahren.“ (NGZ 4.2.10)
Wenn eine Turnhalle gebaut oder ein Bad renoviert wird, werden Arbeitsgruppen gebildet und Vorlagen ohne Ende geschaffen. Wir können uns sogar den Luxus leisten, eine Kommission zur Rettung der Feldwege zu unterhalten. Warum dann nicht in dieser so wichtigen Schulangelegenheit?
Und was sollte dieses Orakel-Gequatsche bei der Info-Veranstaltung? 2 von 3 Referenten erfüllten ihren polit. Auftrag – mehr nicht. Wir brauchen keine Weissagungen über Schulformen in 10 oder 20 Jahren. Jeder weiß doch, wie oft sich polit. Meinungen ändern.
„Wenn es nicht klappt, hat man es eben versucht.“ Was wollte uns Herr Mavrudis vom Landesjugendamt mitteilen, als er dafür plädierte, den Ganztag einzuführen und diese Aussage tätigte? Die FWG weiß es nicht.
Wir stimmen aber ausdrücklich der Ausgabe von Jucunda vom 21.10.10 zu, dass ein Experiment auf den Rücken unserer Kinder ausgetragen werden soll.
Aber hier reden Politiker vom Ganztag wie vom Heilsbringer, aber niemand kann verlässlich sagen, dass Gebundener Ganztag besser ist, auch nicht Frau Kamski oder der Herrn vom Landesjugendamt.
Und eines kann unsere Fraktion überhaupt nicht leiden: Die immer wiederkehrenden Behauptungen, die Eltern brauchen den Ganztag, weil die Familien sich geändert haben, wegen der Scheidungsraten oder weil beide Eltern arbeiten gehen. Ich behaupte, dass dies in Städten eher zutrifft als in unserer ländlichen Kommune. Oder wurden entsprechende Daten für Jüchen geprüft?
Wir stimmen der Jucunda-Ausgabe auch bei der Feststellung zu, dass wir in Jüchen genügend privilegierte Familien haben. Die negative Anspielung von Frau Kamski empfinden wir als Beleidigung.
Erst Essen, dann Warendorf: da fragt man sich, was unsere Kinder damit zu tun haben. Wir brauchen hier keine Demonstration von Musterschulen – Eltern wollen Fakten. Das Fr. Kamski auch noch erklärt, im Rahmen eines Projektes so und so viele Schulen zu begleiten, für die alles, auch finanziell, getan wird – das ist blanker Hohn. Warum werden nicht alle Schulen derart gefördert?
Es ist wie immer – Bildung als Spielball und Versuchsobjekt der Politik.
Vergessen darf man auch nicht, dass die Schulen mehr Lehrer brauchen, wenn man wirklich von Bildung reden will, diese aber in der richtigen Fächerkombination und sie müssen willig sein, auf dem Land zu unterrichten. Beides ist nicht so einfach und deswegen schwierig umzusetzen.
Ein bloßes Mehr an Zeit sorgt nämlich am Ende nicht automatisch für das gewünschte mehr an Bildung. Wurde einmal abgefragt, wie viel Fachpersonal noch zur Verfügung steht? Wenn schon rund 200 Schulen den Ganztag vor uns eingeführt haben, dann sind ca. 2.000 bis 3.000 Lehrer vom Markt weg.
Und wir wissen, welche Probleme schon alleine unsere Realschule hat, mit vollständigem Personalstand arbeiten zu können. Und eines sollte man ebenfalls beachten: Wir haben nicht nur Schüler, die um 16:00 Uhrdie Schule verlassen und nach 15 Minuten Fußweg zu Hause sind
Ein Anmerkung zum PISA-Sieger Finnland: Dort findet täglicher Unterricht von 8:00 bis 15:00 Uhr statt, darin gibt es eine 45-minütige Mittagspause – mit kostenlosem Essen für Kinder und Lehrer. Und: an jeder Schule gibt es 1 Schulschwester, 1 Sozialpädagogin, 1 Psychologin, 1 Speziallehrerin und Assistenten zur Entlastung der Fachlehrer. So betreibt man Bildung und Förderung.
Deswegen: Wir sollten einfach mal über Bildung reden – Bildung für unsere Kinder – hier in unserer Gemeinde.
Beide Schulen, Realschule und Gymnasium haben sich unter Herrn. Broens und Herrn Acker zu beliebten Einrichtungen entwickelt, die über umfangreiche Nachmittagsangebote verfügen und viele Schüler aus Nachbarkommunen angelockt haben.
Die Grünen im Jüchener Rat betonen ständig, dass wir z. B. am Gymnasium faktisch einen Ganztag haben. Gut – dann sollen die Familien, die zwingend darauf angewiesen sind, die Nachmittagsangebote nutzen. Die Möglichkeit wurde von den Schulen geschaffen, ebenso 13 +.
Und wir als Schulträger sorgen für noch bessere Rahmenbedingungen für Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Dann bräuchten Eltern kein Geld mehr für Kopierpapier bezahlen oder die Fördervereine Ausgaben tätigen, die vom Schulträger bezahlt werden sollten.
So hat der Förderverein des Gymnasiums beispielsweise 5 PCs für fachübergreifenden Unterricht angeschafft, 2 Digitalkameras, 2 Beamer, 3 Schnittstellen für kabellose Kommunikation, 15 Laptops, 1 Satz Hockeyschläger, 3 Sätze Trikots, Lehrmaterial für Englischunterricht, 55 Spanischbücher, Landkarten, 1 Funkmikrofonanlage, 31 Musikinstrumente, 1 Klavier.
Wir verbessern die sächlichen, räumlichen und finanziellen Bedingungen, damit ungehindert Bildung stattfinden kann.
Wir binden die Buslinien 97, 98 + 870 an das Schulzentrum an, damit dieses ständige Schulbustheater aufhört.
An dieser Stelle erklärte der Bürgermeister, dass die 10-minütige Redezeit beendet ist. Ständige Unterbrechungen von Ratsmitgliedern wurden allerdings nicht gerügt.
Bildung oder anders gesagt - unsere gebildeten Kinder bringen auch Jüchen weiter, Bildung bringt Ideen und Innovation, Innovation und Ideen bringen Arbeitsplätze, Arbeitsplätze erfordern Firmengründungen, Firmengründungen sorgen für zusätzliche Einwohner, Einwohner bringen Wirtschafts- und Steuerkraft.
Ganztag ist kein Heilmittel, schon gar nicht für eine Kommune wie Jüchen, die jeden Schultyp nur 1 mal anbieten kann. Aber Bildung mit voller Unterstützung des Schulträgers – das ist ein Ziel.
Fazit für die FWG: Gedanken über Ganztag sollte man sich erst wieder machen, wenn das aus den Schulen heraus gewünscht wird – von Schülern, Eltern und Lehrern.
Nachdem, wie die Sache bisher gelaufen ist, muss man aber befürchten, dass vorläufig kein ausreichender Bedarf angemeldet wird.
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Am Dienstag, den 22.6.2010 findet um 18:00 Uhr in Jüchen im Haus Katz eine Informationsveranstaltung zum Thema „Ganztagsschule Gymnasium/Realschule“ statt.
Diese ist dann die zweite Veranstaltung, die seitens der Verwaltung organisiert wird. Anlässlich des ersten Termins referierte eine Dozentin der Uni Dortmund. Die Einladung zur ersten Veranstaltung ging leider nur an die Fraktionsvorsitzenden und dem Schulausschuss. Sie war daher schlecht besucht.
Dieses Mal sind der Gemeinderat, der Schulausschuss, alle Schulleiter und die Schulpflegschaftsvorsitzenden eingeladen. Auf Intervention der FWG wurden dann auch die Vorsitzenden der Gemeindeelternpflegschaft eingeladen.
Referieren wird nun ein Schulleiter aus Essen, an dessen Schule der Ganztagsbetrieb praktiziert wird. Ein solcher Praktiker dürfte auch für die Eltern von größtem Interesse sein.
Bürgermeister Zillikens hat die Veranstaltung für nichtöffentlich erklärt. Das ist nicht zu verwechseln mit der Nichtöffentlichkeit von Ratssitzungen. Vielmehr hat er sein Hausrecht in Anspruch genommen.
Nach Beratung in unserer Fraktionssitzung vom 8. Juni 2010 trägt die FWG dieses nicht mit!
Bei einer von uns geforderten Elternbefragung hatte sich Ende letzten Jahres die Mehrheit gegen den Ganztag ausgesprochen. Nun versucht man mit solchen Veranstaltungen, ein positives Stimmungsbild zu erzeugen. Warum scheut man die Öffentlichkeit? Warum lädt man nicht die ein, die es betrifft – die Eltern? Will man schon im Vorfeld Tatsachen schaffen?
Schon bei den Haushaltsberatungen im Februar, als wir darauf bestanden, unsere Bürger bei der Frage nach Konsolidierungsmöglichkeiten zu beteiligen, zeigte sich der Bürgermeister gegenüber dem Ansinnen ablehnend. Ist der Bürger etwa ein Problem? Stefan Thomaßen, Otzenrather Ratsmitglied, erklärte in der Fraktionssitzung zu Recht: „Als es in Otzenrath um die 2-Zügigkeit der Grundschule ging, hatte Bürgermeistein Kranz alle ins Haus Katz gerufen – auch die betroffenen Eltern. Warum gibt es diesmal weder Information noch Beteiligung für die unmittelbar Betroffenen?“
Bei der Podiumsdiskussion der Bürgermeister-Kandidaten vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurde von den Schülern selbst die Frage nach der Ganztagsschule gestellt. Alle Kandidaten aller Parteien versprachen, nichts gegen den Willen der Eltern und Schüler zu tun!!
Zumindest wir werden uns wie bisher am Bürgerwillen orientieren, denn dafür und die Einhaltung von Wahlversprechen haben uns die Bürger als ihre Vertreter gewählt. Wenn Eltern also über die Frage der Einführung der gebundenen Ganztagsschule mit entscheiden sollen, müssen sie umfassend informiert sein. Erst dann kann eine erneute Elternbefragung Klarheit über die Haltung von Eltern, Schülern und ggf. der jeweiligen Schulkonferenz als Entscheidungsinstanz zum Erfolg führen. Dafür wäre als erster Schritt die Offenheit der Veranstaltung am 22.6. von Bedeutung. Die Eltern dürfen nicht neben dem Informationsfluss stehen.
Die FWG fragt, warum man die Öffentlichkei scheut ? Warum lädt man nicht die ein, die es betrifft, die Eltern? Will man schon im Vorfeld Tatsachen schaffen?
Schon bei den Haushaltsberatungen im Februar 2010, als wir darauf bestanden, unsere Bürger bei der Frage nach Konsolidierungsmöglichkeiten zu beteiligen, zeigte sich der Bürgermeister gegenüber dem Ansinnen ablehnend. Ist der Bürger etwa ein Problem?
Stefan Thomaßen, Otzenrather Ratsmitglied, erklärte in der Fraktionssitzung zu Recht: „Als es in Otzenrath um die 2-Zügigkeit der Grundschule ging, hatte Bürgermeisterin Kranz alle ins Haus Katz gerufen, auch die betroffenen Eltern. Warum gibt es diesmal weder Information noch Beteiligung für die unmittelbar Betroffenen?“
Bei der Podiumsdiskussion der Bürgermeister-Kandidaten vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurde von den Schülern selbst die Frage nach der Ganztagsschule gestellt. Alle Kandidaten aller Parteien versprachen, nichts gegen den Willen der Eltern und Schüler zu tun!!
Zumindest wird die FWG sich wie bisher am Bürgerwillen orientieren, denn dafür und die Einhaltung von Wahlversprechen haben uns die Bürgerinnen und Bürger als ihre Vertreter gewählt. Wenn Eltern also über die Frage der Einführung der gebundenen Ganztagsschule mit entscheiden sollen, müssen sie umfassend informiert sein. Erst dann kann eine erneute Elternbefragung Klarheit über die Haltung von Eltern, Schülern und gegebenenfalls der jeweiligen Schulkonferenz als Entscheidungsinstanz zum Erfolg führen. Dafür wäre als erster Schritt die Offenheit der Veranstaltung am 22.6.2010 von Bedeutung. Die Eltern dürfen nicht neben dem Informationsfluss stehen.
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