Die Verwaltung fordert RWE auf, Maßnahmen aufzuzeigen, wie eine Verminderung der Wasserhärte erreicht werden kann und in welchem Zeitraum das umsetzbar ist. So lautet der einstimmig gefasst Beschluss, den der Abwasserausschuss am 29.11.10 in seiner Sitzung formulierte. Damit kommt der Ausschuss einer FWG-Anregung nach.
Bereits im Dezember-Ausschuss 2009 hatte die FWG das stark kalkhaltige Trinkwasser moniert. Eine sich anschließende schriftliche Stellungnahme der Kreiswasserwerke brachte dazu keine neuen Erkenntnisse.
In der Sitzung des Ausschusses erläuterte ein Vertreter der Kreiswasserwerke die Wasserqualität und die geplanten weiteren Maßnahmen, nämlich keine.
Erneut hatte Gerolf Hommel den Kreiswerken vorgehalten, dass der Härtegrad von 18 Grad über dem Kreisdurchschnitt von 13 Grad liegt. Die Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kaffeemaschine, Wasserkocher und Boiler verkalken. Die Badezimmerarmaturen, Toiletten und Waschbecken müssen übermäßig oft geputzt werden. Der Aufwand an Wasch- und Reinigungsmittel ist höher als anderswo.
Dabei hatte die FWG dem Vertreter der Kreiswasserwerke ein Schreiben seines Hauses von 1998 vorgehalten. Darin wurde versprochen, bis Anfang 1999 weiches, höchstens 8,4 Grad hartes Wasser zu liefern. Zu diesem Schreiben erklärte er im Ausschuss, dass es sich um einen Fehler eines Mitarbeiters gehandelt haben muss. Da sei nie geplant gewesen.
Das ist skandalös, denn die anderen Kreiskommunen bekommen besseres Wasser. Warum nicht Jüchen? Hat RWE-Power damit zu tun? Denn Jüchen erhält sein Trinkwasser aus einem RWE-Wasserwerk.
Unsere Fraktion stellt fest: Jüchen bekommt das kalkhaltigste Wasser, mit erneut allen Nachteilen, von RWE. Jüchen hat genug Nachteile durch den Tagebau, auch weiterhin. Wir sehen RWE in der Pflicht!
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Abwasserausschusses fragte der FWG-Vertreter, wie man dem Trinkwasser Kalk entziehen kann.
Jede Hausfrau kennt die Probleme am Waschbecken, Badewanne oder Toilette sowie an Elektrogeräten wie Wasserkocher oder Waschmaschine. Und Rohrfraß ist auf Kalk zurück zu führen. Ursache für Kalk sind Calcium- u. Magnesiumsalze, die als Härtebildner für unlösliche Verbindungen wie eben Kalk sorgen. Diese Härtebildner gilt es zu reduzieren.
Die Antwort der Wasserwerke in Briefform stellt uns nicht zufrieden, da man auf das Problem nicht einging.
Jüchen bekommt das Trinkwasser vom RWE-Wasserwerk Fürth. Die Qualität wird mit 18 Grad Deutscher Härte (dH) angegeben. Damit befinden sich Jüchen im harten Wasserbereich.
Die übrigen Städte und Gemeinden im Kreis Neuss, die nicht vom Fürther Wasserwerk bedient werden, kommen durchschnittlich auf den viel besseren Wert von 13 Grad dH.
Die FWG möchte besseres Trinkwasser und hat diese entsprechende Forderung formuliert: mindestens die Qualität des Kreisdurchschnittes.
Seitens der FWG wird es für bedauerlich gehalten, dass ausgerechnet das RWE-Wasserwerk der tagebaugeschädigten Gemeinde das härteste Wasser liefert und fordert Abhilfe.
Der Vorschlag von Betriebsleiter Oswald Duda, einen Vertreter der Wasserwerke zur nächsten Abwasser-Sitzung einzuladen, wurde von der FWG begrüßt und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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Anfang August 2007 war der Tagespresse Meldungen zu entnehmen, dass wiederholt coliforme Bakterien im Trinkwasser festgestellt worden waren. Das Gesundheitsamt hatte in dieser Situation empfohlen, das Wasser nur noch abgekocht zu verwenden und hatte eine Chlorung angeordnet.
Dies sorgte für deutliche Unruhe in der Bevölkerung. Viele störte, dass es keine brauchbare Warnmeldungen vor Ort gegeben habe, manche meinten sogar vermehrt Durchfallerkrankungen festgestellt zu haben.
Von offiziellen Stellen hieß es dagegen lapidar, dass zu keinem Zeitpunkt eine ernste gesundheitliche Gefahr bestanden habe. Sicherlich ist das Auffinden der Keime auch Bestandteil eines funktionierenden Warnsystems.
Trotzdem: Zweifel bezüglich der Wasserqualität bleiben in der Bevölkerung in jedem Fall übrig und das Krisenmanagement scheint letztlich wenig gelungen.
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