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Der Regiopark - a never ending story!

In dem zu erschließenden interkommunalen Gewerbegebiet Güdderath-Jüchen "Regiopark 3000" an der A61 werden 120 Hektar bereitgestellt. Die Stadt Mönchengladbach und die Gemeinde Jüchen haben sich vertraglich verpflichtet, diesen Regiopark 3000 gemeinsam zu planen und zu vermarkten. Geplant war ein ausreichendes Angebot differenzierter Flächen, die sich sowohl für die Ansiedlung von Unternehmen eignen, die größere zusammenhängende Areale benötigen, als auch für mittelständische Betriebe.

Gordischer Knoten

Mönchengladbach strebt aufgrund der schlechten Haushaltslage eine großflächige Vermarktung an. Für Jüchen dagegen wird es immer überlegenswerter, kleinere Flächen zu vermarkten, weil es keine Gewerbeflächen mehr im Gemeindegebiet gibt.

Keine Zeit verlieren

Aus Sicht der FWG hat man in der Vermarktung des Regioparks genug Zeit verloren. Deshalb drängen wir auf eine schnelle Lösung. Wenn in den nächsten Monaten nichts passiert, dann sollte auch über eine Kündigung der Vereinbarung mit Mönchengladbach nachgedacht werden. Dann hat Jüchen die Vermarktung des Jüchener Teils in die eigenen Hände zu nehmen. Vielleicht besteht die Möglichkeit des Regresses?

Wo kein Wille ist, ... der Park aus Pressesicht

1994: Initiierung des Parks

Dezember 2000: Der Jüchener Wirtschaftsförderer Herr Creutz strebt an, die Erschliessung 2001 durchzuführen. Als Zielgruppe kommen kleine und mittlere Betriebe aus unterschiedlichen Branchen in Betracht. Denkbar sind Hochtechnologiefirmen.

Januar 2002: Der Wirtschaftsförderer aus Mönchengladbach, Dr. Schückhaus, der für die Vermarktung des Regioparks zuständig ist, stellt eine unzufriedene Resonanz von Unternehmen fest. Er hofft auf einen deutlichen Zuwachs, wenn die Haupterschließungsstraße fertig ist. Jüchen hat einige Anfragen von Unternehmen an Mönchengladbach weitergeleitet. Die Vermarktung soll 2002 beginnen (Anmerkung: 8 Jahre nach der Initiierung des Projekts!) Die Erschließung soll 2002 erfolgen. Die Zielgruppe wechselt, da es offenbar keine Nachfragen nach kleinen Flächen gibt. Man will nicht mehr so kleinteilig erschließen.

Februar 2002: Der Gladbacher Wirtschaftsförderer will mit großer Variabilität sowohl auf die Bedürfnisse von kleinen Betrieben als auch die großer Firmen reagieren. Auf der Jüchener Fläche sollen Grundstücke mit 120 Meter Tiefe angeboten werden. Im Mönchengladbacher Teil soll größere Parzellen bereitgestellt werden.

Juni 2002: Der Planungsausschuss Jüchens gibt grünes Licht zur Zusammenfasung kleinerer Cluster zu größeren Grundstücks-Einheiten.

Januar 2003: Die Erschliessung ist immer noch nicht erfolgt. Der Schückhaus schaut in seine Glaskugel und sieht in Juni 2003 endlich die Bagger für die Haupterschließungsstrasse kommen. Die Nachfrage, wenn wundert es, stagniert auch weiterhin.

Januar 2004: Der Wirtschaftsförderer aus Jüchen, Herr Creutz, muss feststellen, daß sich die Vermarktung verzögert habe. Es seien hohe, ungeplante Mehraufwendungen entstanden. In 2004 soll die innere Erschliessung gestartet werden. Mittlererweile ist der Park endlich über einen Kreisverkehr an der L 39 direkt mit dem Gewerbegebiet Mönchengladbach-Güdderath verbunden.

Oktober 2005: Dr. Schückhaus bittet (flehentlich) auch weiterhin noch um Geduld. Von Mönchengladbach und Jüchen gäbe es nichts zu holen. Das bedeutet, das Unternehmen mit einer tragfähigen Refinanzierung willkommen sind.

August 2006: Im Regiopark läuft zwar immer noch nichts, doch Dr. Schückhaus äußert sich jetzt schon positiv über ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Korschenbroich ...

September 2006: Dr. Schückhaus ist an der "Region rund um Mönchengladbach nicht im geringsten interessiert" , so die Grenzlandnachrichten vom 14. September 2006. Welchen Eindruck haben Sie aus dem Zeitraffer gewonnen? Übrigens: Mit dem Bau der Haupterschliessungsstraße ist immer noch nicht begonnen worden!



Im Juni 2006 drängt die FWG

in der Wirtschaftsförderungskommission auf eine Lösung rundum den Regiopark und erhöht weiter den Druck.

Berthold Kurzawiak: „Das „rumgeeiere“ sind wir satt. Wir wollen eine Lösung. Deswegen unterstützen wir alle Maßnahmen, die Mönchengladbach endlich bewegen, etwas zu unternehmen. Wir denken an der Initiierung von Gesprächen auf interkommunaler Ebene in den nächsten Monaten, um Jüchens Position klar zu stellen. Hierbei soll dann verdeutlicht werden, dass wir bereit sind alle juristischen Möglichkeit auszuschöpfen, um aus den Vertrag aus zu steigen. Notfalls muss Jüchen einen eigenen Weg beim Regiopark gehen.“

14. Juni 2007: Endlich! Der Durchbruch!?

In der Ratssitzung 14. Juni 2007 teilte die Verwaltung, dass der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH (WFMG) eine erste Ansiedlung im interkommunalen Gewerbegebiet Regiopark gelungen sei. Ein Immobilienunternehmen aus Düsseldorf erwirbt eine Gesamtfläche von 90.000 qm. Davon werden 50.000 qm genutzt, um für die Firma Birkart Systemverkehre GmbH 9.000 qm Hallenflächen und 1.600 qm Büroflächen zu errichten.

Berthold Kurzawiak, der die FWG bis zur Auflösung der Wirtschaftsförderungskommission durch die CDU dort vertrat: „Ein klein wenig zu dem Erfolg beigetragen hat der ständige nachweisbare FWG-Druck in Presse und in Wirtschaftsförderungskommission, Rat, Verwaltung sowie Stadt und WFMG Mönchengladbach. Nun heisst es am Ball zu bleiben und den Regiopark weiter zu entwickeln, damit Birkart im Regiopark nicht die einzige Ansiedlung bleibt. Auch hier werden wir die weitere Entwicklung kritisch verfolgen. Mit einfachen Sonntagssprüchen lassen wir uns nicht abspeisen.“

Blick auf den Regiopark - Im Hintergrund die Spedition Birkart.



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